Wie wir die verschiedenen Themen wie Setup, Content-Migration und Custom-Module angegangen sind, und warum wir früh in Setup und CI/CD-Pipeline investiert haben, erzählen wir euch jetzt.

Ausgangslage: starkes Produkt, ein neuer Auftritt

Drei Qualitätsbatches von OMR-Reviews: Leader VOIP Software , top 100 Tools in DACH, Top Rated VOIP Software.

Comdesk ist auf OMR Reviews «Top Rated» und «Leader» in der Kategorie VoIP-Software, mit über 100 Bewertungen und 4.7 Sternen. Das Produkt steht. Und es hat einiges zu erzählen: Cloud-Telefonie, die mit dem Team mitwächst, ein neu gedachtes Contact Center inklusive ACD, native Telefonie-Integration in Microsoft Teams und KI-gestützte Automatisierungen für Anrufverteilung, Rückruflogik oder Follow-ups.

Mit der Zusammenführung der drei Marken stellte sich die naheliegende Frage: Wie zeigen wir das ganze Angebot unter einem Dach, ohne dass die gewachsenen Stärken der einzelnen Websites verloren gehen? Genau das war unsere Aufgabe.

Setup auf Kundeninfrastruktur, früh statt spät

Die neue Plattform läuft komplett auf der Infrastruktur von Comdesk, eingebettet in ein Kubernetes-Umfeld mit eigener CI/CD. Das ist gut für den Betrieb und die Sicherheit – bedeutet aber auch, dass Setup, Build-Prozesse und Release-Zyklen ihre Eigenheiten haben. Wir haben deshalb früh entschieden: Zuerst das technische Fundament mit Setup, CI/CD-Pipeline und Staging-Umgebung aufzubauen, bevor die ersten Seiten entwickelt wurden.

Das hat sich ausgezahlt. Weil die technische Basis früh stand, konnten wir die neue Seitenstruktur schrittweise direkt auf der Zielumgebung testen und absichern, statt erst auf Produktion Überraschungen zu erleben. Gleichzeitig konnte das Kundenteam parallel mitarbeiten und früh Feedback geben. Dadurch blieb genug Raum, um auch Spezialmodule wie KPI-Komponenten oder Overlays sauber zu integrieren.

Das Design kam vom Kunden. Umgesetzt haben wir es mit einem eigenen WordPress-Theme und mehreren Custom-Plugins, damit die Redaktion nicht mit Standard-Werkzeug arbeiten muss, sondern mit Modulen, die genau zur Markenwelt und zu den Einsatzszenarien des Produkts passen.

Design vom Kunden, Sparringspartner für die Umsetzung

Das Design für die neue Plattform kam vom Kunden, konkret von einem neuen Design-Team, das frisch dazugestossen war. Statt das Ergebnis am Ende «über den Zaun» geworfen zu bekommen, waren wir von Anfang an mit dabei.

Wir haben früh Feedback gegeben: Wo bestimmte Entscheidungen in der Umsetzung teuer werden, wo sich Pattern aus dem WordPress-Block-Editor anbieten, wo sich die Redaktion später vielleicht über bestimmte Konstrukte ärgert. Und wir haben Tipps gegeben, worauf im Web-Kontext zu achten ist – Dinge, die in anderen Design-Disziplinen nicht zwangsläufig auf dem Radar sind: variable Inhaltslängen, Responsive-Verhalten, Performance-Implikationen von grossen Bildern, Konsistenz über viele Seitentypen hinweg.

Der Effekt: Das Design wurde nicht «übersetzt», sondern entstand bereits mit dem Wissen, wie es sich später bauen und pflegen lässt. Für das Design-Team war das eine Entlastung, für uns ein geradliniger Umsetzungsweg und für Comdesk am Ende ein Auftritt, der visuell und technisch sauber zusammenpasst.

Website

Comdesk

Design-Beratung, Frontend, WordPress

2025–2026

Module, die das Redaktionsteam wirklich nutzt

Eine Website für ein Produkt mit über 200 Funktionen braucht Inhalte, die schnell aufzubauen und gut zu finden sind. Wir haben deshalb mehrere Templates für die unterschiedlichen Inhaltstypen entwickelt – Produktseiten, Anwendungsfälle, Ratgeber –, damit das Redaktionsteam nicht jede Seite leer beginnen muss, sondern auf konsistente Bausteine zurückgreifen kann.

Ein Screenshot eines sogenannten Medien-Text-Blocks, welcher auf der Comdesk-Website zum Einsatz kommt.

Für die FAQ- und Ratgeberinhalte gibt es Filter, mit denen sich Besucher:innen schnell durch die Themen bewegen, statt seitenlang zu scrollen. Formulare sind direkt ans CRM angebunden, sodass Anfragen ohne Umweg dort landen, wo sie bearbeitet werden. Und für das Thema Datenschutz haben wir Usercentrics als Consent-Management eingebunden, passend zur deutschen Zielgruppe und den Anforderungen, die ein Anbieter im Kommunikationsbereich mitbringt.

Klingt nach Selbstverständlichkeiten und sollte es auch sein. In der Praxis sind genau diese Dinge die, an denen es später hakt, wenn man sie nicht früh durchdenkt.

Content & SEO: Audit zuerst, dann migrieren

Parallel zur technischen Umsetzung lief der Content-Strang. Drei bestehende Websites bedeuten viele Inhalte, manche stark, manche überholt, manche redundant. Eine 1:1-Migration wäre der einfachste Weg gewesen, hätte aber Stärken verschenkt.

Stattdessen haben wir mit einem Content-Audit angefangen: Was wird gelesen, was ist für SEO relevant, was kann zusammengeführt werden, was lohnt sich neu zu strukturieren? Besonderes Augenmerk lag auf dem Call-One Blog, der gut aufgestellt war und seine Sichtbarkeit auch nach dem Umzug behalten sollte. Auch die Struktur von Blog und FAQ wurde dabei mitgedacht, damit aus drei bestehenden Websites eine pflegbare Informationsarchitektur wird.

So ist die neue Plattform nicht nur «neu», sondern auffindbar, konsistent und im Betrieb pflegbar.

Was am Ende zählt: Übergaben, nicht Überraschungen

Bei einem Projekt mit Kundeninfrastruktur, mehreren beteiligten Marken und drei Content-Quellen liegt der Erfolg nicht im einzelnen schicken Modul, sondern in den Übergabepunkten dazwischen. Wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass Setup, Deployment und Migrations-Workflow zusammenpassen und nicht erst kurz vor Go-Live aufeinandertreffen.

Seit Ende Oktober 2025 ist die Plattform live. Sie ist nicht nur eine konsolidierte Website, sondern eine Basis, auf der Marketing und Produkt gemeinsam weiterbauen können. Die nächste Etappe – eine durchgängige Self-Service-Strecke fürs Onboarding – ist bereits in Planung.