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WordPress 6.9 & 7: Gamechanger im Block-Editor

Avatar von Jeff Chi
Illustration mit den Ziffern 6 und 7 im Blaupausen-Stil vor abstrakten Boxen und Kästen.

Mit der aktuellen WordPress-Version 6.9 sind ein paar spannende Funktionen veröffentlicht worden, die manche Anwender:innen bestimmt noch nicht ausprobiert haben. Dabei können sie die Arbeit mit dem Block Editor nachhaltig verbessern. WordPress 7, das in den nächsten Wochen erscheinen soll, wird dann gleich mehrere bahnbrechende Neuerungen parat halten. Wir zeigen einen Überblick über das Wichtigste aus beiden Versionen.

Jetzt schon da: Neuerungen in WordPress 6.9

WordPress 6.9 erschien Ende letzten Jahres, doch einige der neuen Features haben sich noch nicht bei allen Anwender:innen herumgesprochen.

Interne Anmerkungen für Blöcke

Mit der spannenden Neuerung der Anmerkungen lassen sich interne Hinweise an Blocks anfügen. Das ist besonders praktisch für Teams, in denen mehrere Personen an Posts arbeiten. Mit den Anmerkungen kann man nützlichen Kontext geben, zum Beispiel:

  • «Diese Überschrift ist noch WIP. Hat jemand eine bessere Idee?»
  • «Diese Gruppe bitte nicht löschen. Sie erscheint auf den ersten Blick überflüssig, ist aber notwendig für …»
  • «Welche der zwei Varianten findet ihr besser?»
Im Video ist zu sehen, wie interne Anmerkungen im Block Editor aussehen.

Das beliebte Plugin Disable Comments deaktiviert standardmässig die neue Funktion der Anmerkungen. Das liegt daran, dass Anmerkungen technisch gesehen WordPress-Kommentare sind. Mit der Einstellung «Enable Certain Comment Types» können die Anmerkungen (englisch: «Notes») freigeschaltet werden.

Mehr lesen: Notes auf wordpress.org

Blöcke ausblenden

Eine unscheinbare, aber praktische Verbesserung aus WordPress 6.9 ist das Ausblenden von Blöcken. Diese tauchen dann zwar weiterhin in der Block-Struktur (Listenansicht) auf, nicht aber im WYSIWYG-Editor und im Frontend. So können komplexe Inhalte temporär versteckt und später wieder eingeblendet. werden. Früher hätte man diese Inhalte noch umständlich aus Revisionen wiederherstellen müssen oder in externen Text-Dateien speichern.

Ein Screenshot vom WordPress-Block-Editor, der den Menüpunkt "Ausblenden" für Blöcke zeigt.
Mit dem Menüpunkt «Ausblenden» lässt sich jeder Block verstecken.
Ein Screenshot vom WordPress-Block-Editor, der zeigt, wie ausgeblendete Blöcke in der Listenansicht des Editors aussehen.
Die Blöcke werden in der Listenansicht entsprechend markiert.

Mehr lesen: «Blöcke ausblenden» auf wordpress.org

WordPress 7: Neue Wege der Zusammenarbeit

Die internationale WordPress-Community arbeitet aktuell mit Hochdruck an WordPress 7. (Und auch wir leisten unseren Beitrag.) Der ursprüngliche Veröffentlichungstermin vom 9. April wurde extra nach hinten verschoben, um sicherzustellen, dass die neuen Funktionen zuverlässig funktionieren. Und das ist nicht wenig Arbeit, denn die Neuerungen verbessern den Block Editor grundlegend.

Real-Time-Collaboration

Update 08.05.2026:

Das Feature wird nicht in WordPress 7 erscheinen, sondern auf eine spätere Version verschoben, um ein vollständig robuste User-Erfahrung zu ermöglichen.

https://make.wordpress.org/core/2026/05/08/rtc-removed-from-7-0/

Der Block Editor wird mehr und mehr für Teams optimiert. Das sieht man nicht nur an den Anmerkungen aus WordPress 6.9, sondern besonders an dem Feature der Real-Time-Collaboration, welches ein wirklicher Gamechanger sein wird.

Viele Anwender:innen wurden in der Vergangenheit davon ausgebremst, dass sie Posts und Seiten nicht im Editor öffnen konnten, welche gerade von anderen Teammitgliedern bearbeitet wurden. WordPress 7 löst dieses Problem: Real-Time-Collaboration, wie man sie aus anderen Online-Tools kennt, sorgt dafür, dass mehrere Anwender:innen gleichzeitig an einem Post arbeiten können. Änderungen erscheinen in Echtzeit und bunte Cursors zeigen, an welchen Stellen die anderen gerade arbeiten.

Das Demo-Video zeigt, wie Real-Time-Collaboration aussehen wird.

Das Feature wird zunächst standardmässig deaktiviert sein. Anwender:innen sollten sich überlegen, ob die neue Funktion für sie und ihre Teams nützlich wäre, und sie dann einschalten bzw. ihre technischen Ansprechpartner:innen darum bitten.

Mehr über Real-Time-Collaboration:

WYSIWYG-Revisionen

Wenn Teams stärker zusammenarbeiten, wird es umso relevanter, die Änderungen nachvollziehen zu können. Die alte Ansicht für Revisionen mag für den Classic Editor noch gut funktioniert haben, stösst beim Block Editor aber an ihre Grenzen. WordPress 7 bringt eine grundlegend überarbeitete und verbesserte Ansicht: Die veränderten Inhalte werden so dargestellt, wie sie auch im Frontend aussehen werden. Vorbei ist die Zeit, in der man unverständlichen HTML-Code entziffern musste.

Ein Screenshot der alten Ansicht für Revisionen im WordPress-Block-Editor, vor WordPress 7.
In der Ansicht vor WordPress 7 wurden Veränderungen nur als HTML-Code angezeigt.
Ein Screenshot der neuen Revisions-Ansicht in WordPress 7.
Die neuen Revisionen zeigen auf den ersten Blick, was verändert wurde.

Mehr über die neuen Revisionen:

Block Visibility

Dank Block Visibility wird der Block Editor endlich vollständig responsiv. Lange Zeit war man an vorgegebene Breakpoints gebunden, zum Beispiel beim Umbruch des Columns Blocks. Mit Block Visibility wird man Blöcke für bestimmte Viewport-Grössen ein- und ausblenden können. So lassen sich massgeschneiderte Strukturen für Mobile, Desktop und alles dazwischen erstellen. Das Feature baut auf «Blöcke ausblenden» auf, was wir schon aus WordPress 6.9 kennen.

Ein Screenshot vom WordPress-Block-Editor, der das Feature "Block ausblenden" auf Viewport-Basis zeigt, für Desktop, Tablet und Mobil.
Blöcke nach Belieben ausblenden, auf Desktop, Tablet oder Mobil.

In WordPress 7 werden die Viewport-Grössen noch vorgegeben sein. Aber schon in WordPress 7.1 soll man eigene Grössen per theme.json definieren können.

Mehr lesen: Block Visibility auf wordpress.org